Das erste Halbjahr im Leben eines Hundes ist das Wichtigste.

In der Aufbauphase ist nicht nur die Ernährung wichtig, sondern auch die Beschäftigung und Früherziehung des Hundes. Was in dieser Zeit versäumt wird, ist nur schwer gut zu machen.

Futterhinweise:

Die Welpen werden mit Fertignahrung aufgezogen, darin sind alle Nährstoffe die Ihr Hund benötigt, in richtiger Zusammensetzung enthalten. Meine Welpen werden mit RINTI Dosenfutter (Junior) zu den Hauptmahlzeiten gefüttert. Weiterhin füttere ich ein Trockenfutter für Welpen und Junghunde z.B. Wolfsblut Wild Duck Puppy, Schecker oder Animonda Gran Carno. Es gibt auch andere gute Futtersorten. Wenn Sie das Futter einmal umstellen möchten, sollten Sie es nach und nach umstellen. Am Besten mischt man das gewohnte mit dem neuen Futter.

Eine schnelle Futterumstellung führt immer zu Verdauungsstörungen (Durchfall) !

Alle folgenden Futtermengen sind ca. Angaben, geben Sie Ihrem Hund nicht mehr, als er in 15 Min. frisst. Wenn Sie merken, das er noch mehr möchte, dann erhöhen Sie die Menge langsam, aber auf jeden Fall mit zunehmenden Alter.

im 3. und 4. Lebensmonat füttert man 4 mal am Tag

im 5. und 6. Lebensmonat füttert man 3 mal am Tag

im 7. bis 9. Lebensmonat füttert man 2 mal am Tag

ab 10. Lebensmonat füttert man 1 mal am Tag

 

Futteremfehlung:

Morgens : 1-2 Esslöffel RINTI Dosenfutter

Mittags: wie Morgens

Nachmittags: 1 Esslöffel 20% Quark, ½ Teelöffel Honig, etwas Traubenzucker und 4% Kaffeesahne

Abends: wie Morgens aber auch mit Fleisch gemischt ( Rind, Geflügel, Pansen )  

Ab dem 5. Lebensmonat kann die Quarkmahlzeit auf 1-2 mal pro Woche reduziert werden. 

Trockenfutter sollte den ganzen Tag über zur freien Aufnahme zur Verfügung stehen.

 

Wasser muß den ganzen Tag zur Verfügung stehen ! 

Eine alte, immer noch gültige Züchterweisheit besagt, dass das Erscheinungsbild eines Hundes nur zur Hälfte durch die Ahnen bestimmt wird, die andere Hälfte kommt durch die Schnauze.

Pflegehinweise :

Im Welpenalter ist es zu empfehlen den Hund täglich zu kämmen. So gewöhnt er sich daran und empfindet die Pflege als Streicheleinheit. Beim kämmen ist es ratsam immer Stück für Stück vorzugehen und immer bis auf die Haut vorzudringen. Wenn man nur auf der Oberfläche kämmt, kann es leicht zu Verfilzungen führen. Mit dem groben Metallkamm kämmt man den ganzen Körper des Hundes. Man beginnt an den Füßen und kämmt aufwärts. Das Haar an Brust und Bauch, sowie an der Rute und hinter den Ohren nicht vergessen.

Mit dem feinen Metallkamm kämmt man den Kopf ( Schnauze, Ohren und unter den Augen), Füße und Beine gründlich nach. Mit der Bürste wird dann der ganze Hund nochmals übergebürstet, keine Bürste mit Noppen verwenden, da dies das Fell schädigt. 

Bei starken Tränenfluß werden die Augenwinkel und das Fell unter den Augen mit einem weichen Tuch oder Watteped, welches man vorher mit Augenwasser tränkt, gereinigt, ich empfehle Augenpflege von Jean Peau (www.welkas-shop.de). Mit einem trockenen Tuch nachreiben. 

Bei stärkerer Tränenausscheidung kann etwas Penatencreme auf das Fell unterhalb des Auges aufgetragen und leicht ins Fell eingerieben werden ( Vorsicht, nicht in die Augen reiben). Wenn man das Kämmen und die Augenreinigung täglich durchführt, dauert es nach einigen Tagen üben, nur noch ca. 10 Minuten täglich ! 

Der Hund kann alle 4 – 6 Wochen gebadet werden, aber vor dem Baden den Hund immer gut durchkämmen. Nach dem baden gründlich trocken föhnen. Bei kalten Wetter den Hund wenn möglich nicht mehr nach draußen lassen, aber auf jeden Fall mindestens 2 Stunden danach nicht.  

Die Ohren nach dem Baden mit einem Wattestäbchen vorsichtig trocknen und reinigen, Achtung kein Wasser in den Gehörgang eintreten lassen ! Außerdem muß man die Ohren regelmäßig auf Sauberkeit kontrollieren. Es gibt spezielle Ohrenreinigungsmittel, bitte nicht vergessen, die Haare aus den Ohren zupfen. 

Die Krallen sollten mit einer Krallenschere geschnitten werden, sofern der Hund sie sich nicht selbst abläuft. Wer sich das Schneiden der Krallen nicht selbst zutraut, kann es auch vom Tierarzt oder in einem Tierpflegesalon machen lassen.

Die Zähne kann man zur Vorbeuge gegen Zahnstein regelmäßig putzen. Es gibt spezielle Hunde-Zahnbürsten und Hundezahncremes zu kaufen. Verwenden Sie keine normale Zahncreme, da diese für den Hund schädlich ist. Sie sollten Ihren Hund regelmäßig an das Zähneputzen gewöhnen und dies ab dem 6. Lebensmonat 2 mal pro Woche tun. Wer seinen Hund nicht die Zähne putzen möchte, sollte den Zahnstein regelmäßig vom Tierarzt entfernen lassen.

 

Sauberkeitserziehung

Mit Konsequenz und Liebe wird es nicht lange dauern, bis das Problem gelöst ist. Am Anfang sollte man den Vierbeiner möglichst ständig unter Kontrolle haben, das heißt besonders seine Freß-und Schlafzeiten, da er sich in der Regel danach entleeren muß. 

Am besten trägt man ihn hinaus zu seinem Stammplatz. Sehen Sie ihn suchend und schnüffelnd in der Wohnung umherlaufen, sollten Sie ebenfalls sofort handeln. Sehr wichtig aber ist das Lob nach vollbrachter Tat am gewünschten Ort. Sollte es unbemerkt in der Wohnung passieren, nicht schreien oder den jungen Hund mit der Nase hineinstoßen, das würde er nicht verstehen und Sie würden ihn nur erschrecken. Am besten wischt man das Malheur schweigend auf und entduftet die Stelle mit Essigwasser oder Desinfektionsmittel. Nur wenn Sie ihn auf frischer Tat ertappen, mit Pfui oder Nein reagieren. 

Mit Liebe und Geduld wird der junge Hund in 2-3 Wochen soweit sein, das er sich bemerkbar macht, wenn er mal muß und sich auch bald an das tägliche Gassigehen gewöhnen.

Allgemeine Tips

Für die Zahnpflege ist es wichtig, dem Hund ab und zu etwas zum Knabbern zu geben, am Besten Kauknochen wie Rusk von Pedigree, Dentastiks oder Hundekuchen oder ähnliches, aber auf keinem Fall Knochen von Essensresten geben. 

Wasser soll für den Hund immer frisch bereitstehen, ich gebe meinen Tieren Stilles Mineralwasser damit sich das Fell an der Schnauze nicht so rotbraun verfärbt. Nach dem fressen muß der Hund ruhen.

Geben Sie nie Futter direkt aus dem Kühlschrank, es muß immer Zimmertemperatur haben.

Impfung und Entwurmung

Ihr Welpe ist entwurmt und hat eine Vierfachimpfung (Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose) erhalten, dies ist die Grundimmunisierung für Welpen. 

In der 13. Lebenswoche muß der Hund dann noch einmal nachgeimpft werden, er erhält nun eine Fünffachimpfung ( diese wie oben beschrieben aber plus Tollwutschutzimpfung ). 

Bevor Sie den Hund Impfen lassen muß unbedingt noch eine Wurmkur vorab erfolgen, ich empfehle dazu die Wurmpaste „ Flubenol“ (beim Tierarzt erhältlich ). 

Zum Ende noch eine Bitte, sollte Ihr Welpe in den ersten Tagen schlecht fressen, weichen Sie nicht auf Leckerbissen aus. Warten Sie ein oder zwei Tage ab, sollte er dann immer noch nicht besser fressen, so rufen Sie mich bitte an.

Ich wünsche Ihnen mit Ihrem neuen Familienmitglied viel Freude.

Wenn Sie irgendwelche Fragen haben, so können Sie mich jederzeit anrufen.

 

   
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